Kunstfuchsfell, Kettengewirk
Künstliches Fuchsfell in Kettenwirktechnik ist ein spezielles Kunstfellgewebe, das mithilfe der Kettenwirktechnik hergestellt wird und im Vergleich zu herkömmlich gestricktem oder gewebtem Kunstfell deutliche Vorteile hinsichtlich Haltbarkeit und Struktur bietet. Hier eine Übersicht seiner Eigenschaften und Anwendungsgebiete:
1. Produktionstechnik: Kettwirkerei
Verfahren: Die Garne werden auf Strickmaschinen vertikal (Kettrichtung) geschlungen, wodurch ein stabiles, weniger dehnbares Gewebe mit dichtem Flor entsteht.
Vorteile: Höhere Dimensionsstabilität, geringeres Ausfallen von Fasern und bessere Beständigkeit gegen Pilling als bei kettengestricktem Kunstpelz.
2. Materialzusammensetzung
Fasern: Typischerweise synthetisch (z. B. Modacryl, Polyester oder Acryl) für Flammbeständigkeit, Weichheit und Farbbeständigkeit.
Rückseite: Oftmals mit einer gestrickten oder verklebten Rückseite versehen, um den Flor zu verstärken und ein Ausdehnen zu verhindern.
3. Hauptmerkmale
Realistisches Aussehen: Ahmt die langen, seidigen Strähnen des Fuchsfells durch eine abgestufte Farbgebung nach (z. B. Farbverlauf an den Spitzen).
Eigenschaften: Leicht, atmungsaktiv und dank der Strapazierfähigkeit der Kettengewirke auch für stark frequentierte Bereiche geeignet.
Ethisch und nachhaltig: Vegane Alternative zu Echtpelz, wobei einige Marken recycelte Fasern verwenden.
4. Anwendungen
Mode: Hochwertige Mäntel, Kragen und Accessoires, die einen strukturierten Fall erfordern.
Heimtextilien: Polsterstoffe, Zierkissen oder Überwürfe, bei denen es auf Strapazierfähigkeit ankommt.
Technische Anwendungen: Theaterkostüme oder Fahrzeuginnenausstattungen (aufgrund der flammhemmenden Eigenschaften).




